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Krebsforschung dank Scanner

 

 

VonTeilchenphysikern entwickelte Detektoren liefern wichtige Impulse für die Medizin. Etwa für die Positron-Emissions-Tomografie (PET), die unter anderem zur Diagnostik vonTumorerkrankungen eingesetzt wird. Die Detektoren eines PET-Scanners zeichnen Photonen auf. Sie entstehen beim Zerfall schwach radioaktiv markierter Substanzen, die dem Patienten injiziert wer- den. Krankhaft verändertes Gewebe wird stärker durchblutet und weist deshalb höherer Zerfallsraten auf. Forschende der ETH Zürich und weiterer internationaler Institute entwickelten vor kurzem den sogenannten AX-PET-Scanner, einen Prototypen eines PET Scanners, in dem neuartige Detektoren axial angeordnet sind. Die spezielle Anordnung der Detektoren ermöglicht hochauflösende Aufnahmen in kurzer Zeit. Dieser Prototyp stellt eine mögliche Grundlage für neue Scanner dar, die in der Zukunft bei der Medikamentenentwicklung zum Einsatz kommen könnten, um dort die physiologischen Prozesse im Versuchstier in hoher Qualität dreidimensional sichtbar zu machen. www.ipp.phys.ethz.ch/research/AX­PET    

 

Die Dectris­ Gründer:

Dr. Christian Brönnimann,  Dipl. El. HF Markus Näf,  Dr. Eric Eikenberry mit dem Detektortyp Pilatus 6M.

(Foto: H.R. Bramaz/PSI 2007)

 

 

 

 

DECTRIS hilft im Kampf für saubere Meere

(PresseBox) - Eine Spezial-Kamera der Badener Firma DECTRIS hat entscheidend mitgeholfen, dass die Struktur eines PET zerfressenden Enzyms bestimmt werden konnte. Millionen von Plastikflaschen aus Polyethylenterephthalat, kurz PET, werden jeden Tag für den einmaligen Gebrauch hergestellt. Während in der Schweiz über 80% aller PET-Flaschen recycelt werden, liegt die Quote weltweit bei weniger als 50%. In der Umwelt verbleibt PET jahrzehntelang, wird nur langsam zersetzt und sammelt sich in den Wirbeln der Ozeane, wo es eines der grossen

ökologischen Probleme unserer Tage darstellt.
Ein Team von Forschern aus England, Brasilien und den USA hat jetzt die atomare Struktur eines Enzymes bestimmt, das PET-Flaschen
zerfressen kann. Die Daten dazu wurden mit einem individuell gefertigten Röntgendetektor der Badener Firma DECTRIS am Synchrotron Diamond Light Source gemessen. Mit dem Wissen um die Struktur konnten die Wissenschaftler die Aktivität des Enzyms erhöhen, so dass es PET viel effektiver abbaut. Das modifizierte Enzym hat erhebliches Potential für den biotechnologischen Abbau von Plastikmüll.

DECTRIS-Detektoren sind Hochleistungs-Röntgenkameras. Sie messen die an Kristallen gestreute Röntgenstrahlung mit höchster Präzision
und ermöglichen die Bestimmung der atomaren Struktur von Biomolekülen.

Über DECTRIS:

Die DECTRIS AG ist der weltweit führende Anbieter von Hybrid Photon Counting (HPC) Röntgendetektoren. Die innovative Technologie von DECTRIS hat die Grundlagenforschung an Synchrotronanlagen wie auch in industriellen und akademischen Röntgenlabors revolutioniert. Um die Messqualität zu verbessern, entwickelt DECTRIS auch Sonderlösungen für spezielle Anwendungen im wissenschaftlichen und industriellen Bereich. DECTRIS-Detektoren erweitern die Grenzen des technisch Machbaren in Wissenschaft und Forschung. Seit Gründung im Jahr 2006 hat DECTRIS zahlreiche Technologie-, Wirtschafts- und Design-Preise gewonnen, zuletzt den Prix SVC Nordschweiz im Dezember 2017.